Linux wurde nun doch eine Alternative!

Donnerstag, 6. März 2026

Digitale Souveränität, Big Tech, zunehmende Cloud und KI gängeleien, mein PC gehört nicht mehr wirklich mir, ich hatte buchstäblich die Schnauze voll.

Ich glaube mein letztes Windows Betriebssystem, mit dem ich noch vollkommen zufrieden war, war Windows 7, Windows 8 habe ich komplett ausgelassen und mit Windows 10 fing es dann an.
Mit Windows 10 kam dann der Zwang zum Microsoft Account, den man aber noch mit diversen Tricks umgehen konnte. Als Windows 11 kam, wurde das schon schwieriger und zum Ende hin mit Version 25H2 ging dann gar nichts mehr mit einem reinen lokalen Account, zumindest nicht ohne externe Hilfsmittel.
Mittlerweile ist es so, dass man überall in Windows mit der Integration von Cloud und KI genervt wird und das soll noch mehr werden. Vieles davon kann man zwar noch deaktivieren und manchmal sogar deinstallieren, aber oft leider nur oberflächlich.

Dann kommt noch Telemetrie und allgemein Werbung dazu, gerade Werbung, was hat so etwas in einem Betriebssystem zu suchen? Wenn man Windows neu aufsetzt, ist man ja mittlerweile gut eine halbe Stunde nur damit beschäftigt, sich durch die Einstellungen zu quälen, um das alles abzuschalten.
Kommt dann ein Update, muss man damit rechnen, dass die eine oder andere Einstellung auch wieder zugunsten von Microsoft aktiviert wird.

Windows wird auch zunehmend immer langsamer, immer träger, da spielt es auch keine Rolle wie schnell die Hardware ist, Windows bedient sich mittlerweile wie Kaugummi. Das Windows eine lahme Krücke geworden ist, merkt man vor allem dann, wenn man mal etwas anderes ausprobiert hat.

Es gibt natürlich noch viel viel mehr, TPM und Secure Boot zwang und und und ...

Seit 2025 haben wir dann in den USA auch noch eine neue Administration, es ist wieder die orangene korrupte Hohlbirne an die Macht gewählt worden, damit bekommt die ganze Sache auch noch etwas Politisches. Big Tech kriecht dem Möchtegern-Diktator ordentlich in den hintern, anders als zu seiner ersten Amtszeit.

Ich wollte das jedenfalls alles nicht mehr, ich wollte wieder alles selbst entscheiden, wollte wieder die volle Kontrolle.
Das einzige, was mich die Jahre davon abgehalten hat, auf Linux zu wechseln, war Affinity Photo, aber dann wurde Serif von Canva gekauft, Affinity hat damit seine Seele verloren.
Affinity 3 ist nun kostenlos, Geld soll nun damit verdient werden, indem dem Nutzer das Canva Pro Abo verkauft werden soll, mit dem man dann in Affinity diverse KI Funktionen nutzen kann. Affinity war immer sehr community verbunden, die Nutzer konnten sogar in einem offiziellen Forum sich mit den Entwicklern austauschen, gibt es so nun alles nicht mehr.

Also was machen? Es hat sich zum Glück in den letzten paar Jahren so einiges getan. Die alternative Gimp erschien in Version 3 und ist nun tatsächlich eine brauchbare Alternative. Dazu noch Inkscape und RawTherapee, Inkscape für alles was mit Vektor Grafiken zu tun hat, so etwas wie Indesign von Adobe oder der Affinity Designer von Serif und RawTherapee für die Entwicklung von RAW Fotos.
Ich habe gut ein Jahr lang alle Programme neben Affinity unter Windows parallel benutzt, um mich einzuarbeiten und um bestehende Projekte zu portieren.
Für alles andere an Software habe ich auch schon unter Windows über die Jahre immer mehr auf Open Source gesetzt, da gab es keine Bedenken, all diese Programme sind auch nativ für Linux verfügbar.

Viel schwieriger war da das Finden der richtigen Distribution für mich, das ist immer noch einer der größten Kritikpunkte von mir, es gibt hier einfach viel zu viele. Distribution X basiert auf Distribution Y, die dann wiederum auf Distribution Z basiert, alle gibt es dann auch noch mit diversen Desktop Oberflächen.
Also welche Distribution und welcher Desktop, zum Glück kann man sich das grob alles in einer virtuellen Maschine anschauen und ausprobieren.
Für mich kamen dann nur noch drei Distributionen infrage: Fedora, Mint und Kubuntu.
Eine Distribution mit GNOME Desktop kam nach all den Tests definitiv nicht infrage, mit GNOME hatte ich immer das Gefühl, ein riesiges Tablet vor der Nase zu haben, mit nur sehr begrenzten Eigenschaften zur Personalisierung.

Es ist dann letztendlich Kubuntu geworden, Fedora fiel aus wegen des mir zu kurzen Release Zyklus, alle sechs Monate ein Upgrade des gesamten Systems muss nicht sein. Linux Mint war mir dann zu altbacken, auch wenn es wohl die beliebteste Distribution für Umsteiger ist und auch von fast jedem empfohlen wird.
Kubuntu ist ein offizielles Spin von Ubuntu, aber mit KDE Desktop, Ubuntu basiert auf Debian.
Momentan ist es noch Kubuntu 25.10 STS, also leider auch eine Distribution die einen Release Zyklus von sechs Monaten hat, aber bald erscheint Kubuntu 26.04 LTS und auf diese werde ich dann umsteigen, mit einen Release Zyklus von zwei Jahren passt das dann perfekt.
Mir ist ein stabiles System mit Langzeitpflege wichtiger als irgendwelche angeblichen Innovationen, die noch nicht ganz ausgereift sind. KDE kann ich bei Bedarf über die Kubuntu Backports aktualisieren, hier gibt es den jeweils aktuellen getesteten stabilen KDE Plasma Desktop.
Bei Anwendungen nutze ich weitestgehend die jeweils aktuelle Version als Flatpak oder Snap Ausgabe.

Jetzt sind schon ein paar Monate ins Land gezogen und ich bereue meinen geplanten Umstieg kein bisschen, denn Arbeiten am und mit dem Computer macht wieder richtig Spaß. Alles ist unglaublich schnell, es gibt keine Gängeleien mehr, ich habe wieder die volle Kontrolle, um Datenschutz und Sicherheit brauche ich mir auch keine Sorgen mehr machen.